Funktion folgt Form

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Geschrieben am: 26.05.10
Autor: Carolin Fleischmann
Bildquelle(n): 11870.com, Turning Torso, Media Architecture

Funktion folgt Form


In das schüchterne Rot der Morgensonne getaucht schimmert seine gläserne Silhouette in warmen Farben, sobald die ersten Sonnenstrahlen die Erde berühren. Der HSB Turning Torso ist ein Meisterwerk architektonischer Baukunst, mit dem sich die kleine Stadt Malmö mit Stolz schmückt. In einer New Yorker Ausstellung wurde er bereits als eines der 25 spektakulärsten Hochhäuser der Welt geehrt.
Im flachen Süden Schwedens, wo die Häuser eine Höhe von drei Stockwerken meist nicht überschreiten und Backstein das traditionelle Baumaterial Nummer eins ist, setzt man auf Innovation. Noch vor 40 Jahren liefen hier Schiffe vom Stapel und heute schraubt sich auf diesem Areal das höchste Wohnhaus Europas in die Höhe. Ähnlich der Hamburger Hafencity oder dem Düsseldorfer Medienhafen soll das Territorium bald als Wohn- und Arbeitsstädte für 30.0000 Menschen dienen.
Mit dem Fuß steht der Wolkenkratzer im Wasser und seine Spitze scheint in 190 Metern schwindelnder Höhe den Himmel zu berühren. Entlang an einem stählernen Gerüst winden sich 54 Stockwerke, verteilt auf fünf Blöcke, um die eigene Achse nach oben. Die Wandstärke des im Grundriss runden Kerns verjüngt sich mit zunehmender Gebäudehöhe von maximal 2,00 Metern auf minimal 40 Zentimeter. Die Idee zum „HSB Twisting Torso” basiert auf einer Skulptur in Form eines verdrehten menschlichen Körpers. Der Entwurf entstammt der Feder des renommierten spanischen Architekten Santiago Calatrava. Aber auch im Innenraum punktet der Wolkenkratzer mit atemberaubenden Raumschnitten und außergewöhnlichem Interieur.
Die beeindruckende Mischung von Skulptur und Gebäude ist jedoch nicht nur ein Wahrzeichen für die Stadt, sondern leistet mit seinen zehn Stockwerken für Büroräume, 147 Appartements auf 150.000 Quadratmetern und gemeinsam genutzten Arealen in den zwei obersten Stockwerken einen lebendigen Beitrag zur Alltagskultur der Bewohner. So kann man sich nach getaner Arbeit in einer der beiden Lounges mit einem Cocktail belohnen und das Panorama genießen,  wenn die Sonne wieder im Meer versinkt und die Umgebung im zarten Blau der Abendstunde schimmert.

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