Luxustempel mit Symbolcharakter

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Geschrieben am: 01.08.08
Autor: Carolin Fleischmann
Bildquelle(n): LOndon Apartments, Wikimedia, Flickr

Luxustempel mit Symbolcharakter


Es ist mehr als nur ein Shopping Ziel. Das Harrods in London steht für Exklusivität und Exzellenz.
Von der Underground-Station Knightsbridge sind es nur ein paar Schritte zu einem der berühmtesten Kaufhäuser der Welt. Ein separater U-Bahnzug führt direkt zu einem der 14 Eingänge des renommierten Warenhauses. Die beeindruckende Fassade ist im Stil des Eklektizismus gestaltet und erstreckt sich über einen ganzen Block und fünf Etagen. Die Auslagen in den rund 75 Fenstern des Shopping-Palastes werden von über 12.000 Glühbirnen erhellt. Allein 300 von ihnen müssen jeden Tag ersetzt werden. Gerade nachts zeigt sich daran das Selbstverständnis des Hauses.
Der Service hier ist erstklassig. Persönliche Einkäufer lesen einem jeden Wunsch von den Augen ab und alle Produkte der Welt werden auf Wunsch besorgt, während man eine der Fashion Shows bei einem Glas Champagner genießen kann. Nicht umsonst gehen Stars wie Madonna und Pierce Brosnan hier ein und aus.
Omnia Omnibus Ubique steht eingemeißelt im Giebel des Daches. Alles für jeden erhältlich zu machen ist der Slogan hier im Haus. Bei Harrods gibt es nicht nur exklusive Luxusgüter. Das internationale Renommee des Hauses gründet sich ebenso auf die fabelhafte Auswahl in jeder der über 330 Abteilungen.
Mit der Eröffnung eines Obst- und Gemüsegeschäftes 1849 und zwei Angestellten fing alles an. Heute sind über 3.500 Angestellte permanent bei Harrods beschäftigt, doch die legendäre Lebensmittelabteilung bleibt das Herzstück des Hauses – ein Traum von Delikatessen aus der ganzen Welt. Die „Food Halls” sind im Jugendstil gestaltet und keine Abteilung gleicht einer anderen.
Doch Dresscode ist hier für jeden Pflicht. Freundliche Hüter der Moral, in schicke grüne Uniformen gesteckt, wachen über die Kleidervorschrift. Ob Designerjeans oder Luxusshirt, wer Bauch zeigt oder auf Löcher steht, kommt hier nicht rein. Wer jedoch nicht barfuss läuft und seinen Rucksack in der Hand und nicht auf dem Rücken trägt, ist jederzeit willkommen sich von der britischen Atmosphäre bezaubern zu lassen.

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