Waldmeister – Zurück zu den Wurzeln des Radfahrens

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Geschrieben am: 15.09.08
Autor: René Schaller
Bildquelle(n): Waldmeister

Waldmeister – Zurück zu den Wurzeln des Radfahrens


Der MDR ist nicht gerade das was man unter als einen Experten für ausgeprägtes Stilempfinden bezeichnen würde, aber manchmal bleibt man doch ganz gespannt an der ein oder anderen Sendung hängen. Die samstägliche Ratgebersendung ‘Café Trend‘ zeichnet sich ebenfalls nicht durch eine schöne Studiogestaltung aus, Outfit und Moderationsstil der Moderatorin sind komisch, die Sendung ist aber tatsächlich ganz gut recherchiert. Neben einem Bericht über Matteo Thun (Man, macht der tolle Sachen!), war vorallem ein hölzernes Fahrrad beeindruckend.

Das was heute üblicherweise als solches bezeichnet wird, besteht, neben zahlreichen Spielereien, aus zwei luftgefüllten Reifen, einem Rahmen in Trapezform und einer darin verankerten Lenkerstange. Aus dem Laufrad von Carl von Drais ging ein Fortbewegungsmittel hervor, das irgendwann in der Form perfekt war, nur die Details hatten noch Entwicklungsbedarf. Die Freiburger Firma Waldmeister Bikes hat nun ein Fahrrad passend zum Zeitgeist entwickelt – Ein Fahrrad, fast zu schön um es dem Straßenverkehr auszusetzen. Aber auf jedenfall gut ins Designloft integrierbar ist.

„Der besondere Reiz des Waldmeisters besteht in der harmonischen Verbindung der natürlichen Materialien Holz und Leder mit Hightech-Werkstoffen wie Carbon und Titan und der Reduzierung sämtlicher Elemente auf das Wesentliche.”, so beschreibt es die Herstellerfirma. Markus Wallmayer und sein Team haben einen Rahmen aus Leimholz entwickelt der Belastungen standhält, denen sonst nur Mountainbikes ausgesetzt werden. Ein Material das Hallendächer tragen kann, scheint auch geeignet es mit sämtlichen Alurahmen dieser Welt aufzunehmen. Fast hundert feine zusammengeleimte Schichten aus Rotbuchenholz vom Teutoburger Wald machen den Rahmen außerordentlich belastbar, der Leim auf Wasserbasis und auch die schützenden Lackschichten sind ökologisch abbaubar. Der Fahradrahmen kann am ein Ende seines langen Lebens einfach im Kamin verbrannt werden, ohne  das Giftstoffe entstehen. Auch die Metallteile sind mit viel Sorgfalt ausgewählt, treten aber in den Hintergrund und mindern die edle Optik in keinster Weise. Sie können problemlos ausgetauscht werden, wodurch die Lebensdauer enorm verlängert wird.

Das Waldmeister lässt alle noch so neuen technischen Raffinessen blass erscheinen, einfach weil es so schön und anders ist. Nicht zu unrecht wurde das Design mit dem Red Dot Award ausgezeichnet. Es passt perfekt zu Eames-Chair und Mac-Book.

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