Der Zauber des Briefpapiers

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Geschrieben am: 05.11.08
Autor: Isabelle Pohl
Kategorie: Design, accessories
Bildquelle(n): Max Sames

Der Zauber des Briefpapiers


Die Zeit in der man noch handschriftlich auf edlen Briefbögen für seine Liebsten Nachrichten verfasste, die in einem versiegelten Umschlag zu finden waren, sind für die meisten Menschen schon lang vergessen. Eine Schreibkultur, wie sie noch vor Jahrzehnten existierte, gibt es offensichtlich in einer Welt mit E-Mail und SMS nicht mehr. Zieht man aber dennoch einmal mit einem Füllfederhalter langsam feine und geschwungene Linien, die in Form einzelner Lettern ein großes Ganzes ergeben, scheint der Anlass etwas ganz Besonderes zu sein. Es ist zu einer ganz besonderen Anerkennung geworden, die auch nach dem entsprechend hochwertigen Briefpapier verlangt.

Die Wahl eines ganz bestimmten Briefbogens sollte deshalb sorgfältig vorgenommen werden. Briefbögen können nach dem individuellen Geschmack eines jeden Menschen angefertigt werden. Der Name und die Anschrift des Verfassers können auf unterschiedliche Weise den Briefkopf säumen. Die vermutlich edelste Variante im gehobenen Schriftverkehr ist die Stahlstichprägung. Diese zeichnet sich durch eine wunderschöne “Erhabenheit” der Buchstaben aus. Es ist das luxuriöseste Druckverfahren. Optisch, weil sich eine englische Schreibschrift besonders ideal in das Gesamtbild einpasst, das mit einem derartigen Briefbogen erzielt werden möchte; handwerklich, weil der Namenszug eigens für ein Set in die Druckvorlage graviert wird. Die Vertiefungen, die durch eine Gravur entstehen, nehmen die Farbe auf, die dann während des Druckens auf der Unterlage verbleibt. Die typische Erhabenheit entsteht dadurch, dass das Material an den Stellen, an denen sich die Schrift befindet, nicht so stark zusammengepresst wird. Das Ergebnis ist beeindruckend – absolut klare, pigmentreiche Buchstaben, die man erfühlen kann.
Die Stahlstichprägerei „Hannovera” hat vermutlich in Deutschland die älteste Tradition. Sie stellen seit 1873 auf Kundenwunsch faszinierende Druckstücke in bis zu 15 Arbeitsschritten nach diesem Prinzip her. Ebenso exklusiv sind die Produkte von Max Sames aus Hamburg, die auch mit Stahlstichprägungen versehen werden können.

Optisch ebenso reizvoll ist der klassische Buchdruck mit feinen Linien. Wunderschöne Bögen und Briefkuverts fertigt die “Druckerey” des Berliner Druckers Martin Z. Schröder. Die Lettern aus Blei werden dort noch per Hand in einen Setzkasten zu einem Ganzen zusammengefügt. Sie werden anschließend in eine eiserne Rahmenform geschlossen und in eine Tiegelpresse gehängt, die dann per Hand betätigt werden muss. Jedes Blatt, jedes Kuvert wird einzeln herstellt. Das Schriftbild schnörkellos, puristisch und klar, passt mit seinem aufwendigen Druckverfahren ideal zu den exklusiven Materialien, wie „Crane’s Crest” aus reiner Baumwolle, aus denen das Papier besteht. Die repräsentativen Bögen werden in einer dunkelgrauen Nadelstreifen-Kassette übergeben.

Für Inspiration:

Hannovera Papierausstattungsfabrik GmbH
Striehlstraße 26
30159 Hannover
Telefon: 0511/131 87 03
Telefax: 0511/14795
info@hannovera-gmbh.de
www.hannovera-gmbh.de

Max Sames GmbH
Stegerwaldring 27
22119 Hamburg
Postfach 74 07 44
22097 Hamburg
www.maxsames.de

Martin Z. Schröder
Schonensche Straße 38
13189 Berlin
Telefon: 030 – 47 00 43 12
sekretariat@druckerey.de

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Eine Reaktion zu diesem Artikel »

#1 HIPOGU (03.02.09, 13:00)

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